Kiefernsteinpilz,
Rothütiger Steinpilz, Gemeiner Steinpilz
ESSBAR!
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Volksnamen:
Herrenpilz, Steini, Beisserl, Dobberniggl, Dobernikel, Dobanickl, Kierfal
BOLETUS
PINOPHILUS (SYN. BOLETUS EDULIS FORMA PINICOLA, BOLETUS PINICOLA, BOLETUS
EDULIS VAR. PINICOLA, BOLETUS AESTIVALIS VAR. PINICOLA)
Fotos oben 1+2 von
links: Peter
Kresitschnig ©
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Eigenschaften, Erkennungsmerkmale,
Besonderheiten, (Gattungen): |
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Geruch: |
Angenehm, etwas pilzig. |
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Geschmack: |
Mild, nussig und typisch steinpilzartig pilzig. |
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Hut: |
4-25 (30) cm Ø, rotbraun, weinrot bis purpurbraun. Der Rand ist lange
gerollt und meist hellerer. In der Jugend halbkugelig und oft unregelmäßig
knubbelig-runzelig, später polsterförmig ausgebreitet. Oberfläche: In der
Jugend auffällig weißlich-grau bereift und fein samtig. Später wird die
Oberfläche kahler, bleibt aber meist uneben, runzelig oder grubig. Bei
feuchtem Wetter wird sie leicht klebrig, ist aber im trockenen Zustand matt. |
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Fleisch: |
Weiß, nicht verfärbend, unter der Huthaut kurze rotbräunliche Zone,
nicht wie beim Sommersteinpilz weiß. Beim Fichtensteinpilz ist sie braun ohne Rottöne. |
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Stiel: |
Bräunlich, hellbraun, rotbräunlich, nussbraun, der Stiel besitzt ein
weißes Netz, dickbäuchig, knollig und oft fast so breit wie lang. Später
streckt er sich etwas zylindrisch, bleibt aber an der Basis meist dicklich.
Er wird 5 bis 15 cm lang und bis zu 6 cm dick. Vorsicht vor anderen
Röhrlingen mit Netzzeichnung! Der Steinpilz mit weißem Netz am Stiel ist
einer der wenigen essbaren Röhrlinge mit Netzzeichnung! Einige andere
Pilzarten mit Netzzeichnung können giftig oder ungenießbar bitter sein. |
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Röhren: |
Zuerst weißlich, schmutzig-gelblich, später olivgrün, am Stiel
ausgebuchtet angewachsen. Bei Druck verfärben sie sich nicht. |
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Sporenpulverfarbe: |
Olivbraun (im Lichtmikroskop = in Wasser oder KOH hell-olivgelblich bis
blass gelbbraun, 12-20 x 4-5,5 µm. Basidien 32-45 x 8-11 µm, meist
viersporig. Cheilo- und Pleurozystiden: Spindelig, bauchig-flaschenförmig bis
pfriemlich. Sie sind dünnwandig, hyalin und fallen
mit Abmessungen von ca. 40-65 x 7–11 µm relativ unauffällig aus. Die Huthaut
ist ein unregelmäßiges, verwobenes Trichoderm, das im Alter zu einer Cutis
kollabiert. In der Jugend sind die Endzellen oft noch aufgerichtet, was die
anfangs feine Bereifung und Runzelung des Hutes
erklärt. Pigmentierung: Die Hyphenzellen enthalten ein auffälliges,
rötlich-braunes bis purpurbraunes Vakuolenpigment
sowie feine, teils inkrustierende Pigmente auf den Zellwänden. Dieses Pigment
ist mikroskopisch für die charakteristische wein- bis rotbraune Farbe des
Hutes (und die rötliche Schicht direkt unter der Huthaut) verantwortlich. Das
weiße bis bräunliche Stielnetz besteht aus einem Netzwerk fertiler
Hyphenendzellen. Hier finden sich Gruppen von keulenförmigen bis unregelmäßig
deformierten Kaulozystiden, vermischt mit unreifen Basidien, keine Schnallen
vorhanden). Vergleich Gelatinisierung: Im Gegensatz zu Boletus edulis (Fichten-Steinpilz),
dessen Huthaut stark gelatinisiert (was den Hut bei Feuchtigkeit schmierig
macht), zeigt die Huthaut von Boletus pinophilus nur eine sehr schwache bis kaum
wahrnehmbare Gelatinisierung. |
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Vorkommen: |
Meist Kiefern, nur gelegentlich bei Weißtanne und Fichte, Symbiosepilz,
Frühsommer bis Spätherbst. Wo eine Düngung der Wälder mit Stickstoffeintrag (Kunstdünger)
erfolgte, wird man ihn kaum noch finden. Diese Angelegenheit verträgt er
nicht! |
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Gattung: |
Röhrlinge, Dickröhrlinge. |
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Verwechslungsgefahr: |
Gallenröhrling, Maronenröhrling
oder mit anderen Steinpilzarten wie Fichtensteinpilz,
Sommersteinpilz. |
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Besonderheit: |
Der Steinpilz ist einer der beliebtesten Speisepilze. |
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Kommentar: |
Gutes Merkmal um den Kiefern- und Fichtensteinpilz von anderen Arten zu
erkennen, ist der weiße Hutrand und die rötlich-braune Farbzone unter der
Huthaut! Viele Steinpilze werden von Laien zueinander nicht unterschieden. So denken viele: Sommersteinpilz,
Fichtensteinpilz
und Kiefernsteinpilz sind einfach nur Steinpilze. |
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Relativer Speisewert: |
Schweiz: Marktfähig; DGfM: Positivliste Speisepilz; 123pilze: Relative
Wertigkeit 1. |
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Wiki-Link: |
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Priorität: |
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Fotos oben 7+8 und unten 6+7 von links:
Gerhard Koller © Fotos oben 9-10 und
unten 8+9 von links: Matthias Reul (Marktredwitz) ©
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Foto oben
6 von links: Matthias Reul
(Marktredwitz) ©
Weitere Bestimmungshilfen und Informationen
hier:
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Letzte Aktualisierung dieser Seite: Montag, 31. August 2026 - 22:01:44 Uhr