awillbu1  Falscher Wiesen-Egerling, Schmalberingter Karbol-Egerling                                   atod1 GIFTIG!

AGARICUS PSEUDOPRATENSIS (AGARICUS XANTHODERMA VAR. PSEUDOPRATENSIS)

 

 

 

 

Fotos oben: Gerhard Koller ©

Eigenschaften, Erkennungsmerkmale, Besonderheiten, (Gattungen):

Geruch:

Geruch unangenehm tintenartig, karbolartig (= nach Phenol), urinartig, nicht pilzartig wie bei den Wiesenchampignons.

Geschmack:

Mild, widerlich, unangenehm, muffig.

Hut:

3-14 (18) cm Ø, weiß, alt graubraun bis gelbbraun, beim Reiben gelblich verfärbend, jung halbkugelig, konvex, im Alter abgeflacht.

Fleisch:

Im Hut weiß, grauweiß, in der Stielspitze rosabraun, vor allem in der Stielbasis oder auch bei Verletzung gelblich verfärbend, später bräunend, rotbraun verfärbend.

Stiel:

Weiß, glatt mit weißem, hängendem, teils vergänglichem Ring. Basis auf Druck oder Schnitt starke Gelbfärbung. Teils auch leicht verdickte Stielbasis, jung voll, später hohl.

Ring:

Weiß mit doppelten, teils bräunlichen Rand.

Lamellen:

Rosa, rotbraun-violett, alt braun, schokoladenbraun bis braunschwarz, frei, gedrängt sehend, Schneiden fast schwarz.

Sporenpulverfarbe:

Purpurbraun, fast schwarz (5-7 x 3,5-5 µm).

Vorkommen:

Wiesen, Parkanlagen, seltener im Wald, Mischwald, Nadelwald, auf sauren, gern sandigen Böden, Folgezersetzer, Frühling bis Sommer, RL-R Deutschland (extrem selten).

Gattung:

Champignon-Egerlinge.

Verwechslungsgefahr:

Knollenblätterpilzen, Karbol-Champignon, Übelriechender Egerling, Gefaltetberingter Egerling, Wiesenchampignon, Anisegerlinge, Schafchampignon, Schneeweißer Champignon.

Vergleich:

Er gilt als einer der viele Varietäten zum Karbol-Champignon.

Besonderheit:

Riecht nicht nach Anis wie der Anisegerling, der sich auch stark gelb verfärbt. Anis-Egerlinge gilben in der Regel nur an der Oberfläche, meist an den Druckstellen an Hut oder Stiel, nicht aber an Schnittstellen in der Stielbasis.

Kommentar:

Karbolegerlinge wurden auch schon ohne Magen-Darm-Störungen verzehrt. Die Vergiftung durch diese Art ist nicht gefährlich, nur sehr unangenehm, meist Bauchschmerzen von einigen Stunden! In sehr seltenen Fällen auch Schwindel und Sehstörungen.

Hinweis!

Gilt nur wer Champignonarten erkennen kann!

Die essbaren Champignonarten sind leicht kenntliche Pilze, wenn folgendes beachtet wird:

 

Riechen Champignons (Egerlinge) nach Karbol, (Tinte, Medizinschrank), Fisch oder unangenehm, sind immer giftige oder ungenießbare Arten anzunehmen.

Verfärben sich Champignons gelb (vor allem an der Stielbasis) ohne wahrnehmbaren Anisgeruch, sind sie immer giftverdächtig!

Riechen Champignons (Egerlinge) nach Anis, sind sie immer essbar!

Riechen Champignons (Egerlinge) pilzig angenehm und haben keine Gelbfärbung an der Stielbasis, sind sie immer essbar!

Verfärben sich Champignons gelb mit Anisgeruch, sind sie immer essbar!

Verfärben sich Champignons rötlich im Anschnitt und riechen angenehm, sind sie fast immer essbar!

Erweiterter Hinweis: Eine sehr seltene rötende Karbol-Champignon-Art soll in Frankreich schon aufgetaucht sein. Diese wäre giftig, riecht aber auch nach Karbol und nicht angenehm pilzig-anisartig!

Gifthinweise:

Wiki-Link:

https://de.wikipedia.org/wiki/Karbol-Champignon

Priorität:

2

 

   Weitere Bestimmungshilfen und Informationen hier:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

   Letzte Aktualisierung dieser Seite: Dienstag, 16. Oktober 2018 - 22:41:24 Uhr

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